Bistro und Dorfladen: Seit vergangenem Freitag hat Stetten nicht nur einen Dorfladen, sondern auch ein Bistro und damit einen eigentlichen dörflichen Treffpunkt. Und: Entstanden ist ein Juwel.

Stetten Sie kamen am vergangenen Freitagabend in Scharen, die Stettemerinnen und Stettemer; sie sahen und sie staunten: Eröffnet wurden – im Untergeschoss des neuen Gemeindezentrums – der Dorfladen und das darin integrierte Bistro. Eröffnet wurde aber eigentlich noch weit mehr: Ein dörflicher Treffpunkt, ein Begegnungsort soll die Kombination Bistro/Laden werden, und als das Publikum erstmals den neuen Raum, das Angebot, das Erscheinungsbild in Augenschein nehmen konnte, war die Überraschung wohl beträchtlich.

Denn die neue Institution in Stetten sprengt, zumindest aus ästhetischer Sicht, die üblichen Massstäbe. Empfangen werden Besucher von der geradezu grossstädtischen Eleganz eines Bistros mit einer stilbildenden Möblierung, und dass der grosszügige Vorraum noch als «Boulevardcafé» genützt wird, setzt dem Ganzen die Krone auf. Daran schliesst sich der eigentliche Ladenteil mit ebenso unprätentiös-funktionalem wie angenehmem Design an: Das reichhaltige Angebot deckt den Alltagsbedarf, wird indes durch zahlreiche Spezialitäten aus der Region (einschliesslich eines vielfältigen Weinsortiments oder Backwaren und anderer Köstlichkeiten) ergänzt. Dass hier in einen Neubau eingezogen werden konnte, erweist sich als eminenter Vorteil: Stettens neuer Treffpunkt «Hoch Zwei» konnte mit einer überzeugenden profilierten «Handschrift» gestaltet werden, und leicht könnte man vergessen, dass hier nicht mit der grossen Kelle, überhaupt nicht, angerichtet werden konnte. Die Genossenschaft als Trägerin musste wohl jeden Rappen umdrehen, hat das allerdings mit Fantasie, Geschmack und unbändigem Einsatz (bis kurz vor der Eröffnung) weit mehr als kompensiert. Es steht ausser Frage: Stetten hat den gewünschten neuen Treffpunkt, und was für einen! Er dürfte nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die Nachbardörfer zu einem Anziehungspunkt werden, zumal die Kombination überzeugt: Das Bistro ist nämlich so wenig ein Anhängsel des Ladens wie umgekehrt – jeder Bereich steht für sich als eigene Attraktion, zusammen bilden sie eine überzeugende Einheit –, «Hoch Zwei» eben. Entsprechend gross war die Freude an der Eröffnung. Regierungsrat Christian Amsler lobte das Design und hoffte auf viele Begegnungen. Stettens Gemeindepräsidentin Susanne Wunderli betonte nach einem Blick auf die Entstehungsgeschichte: «Wer am Ball bleibt, kann etwas erreichen.» Und Claudia Stettler, Präsidentin der Genossenschaftsverwaltung, erläuterte die Anfänge der Idee «Dorfladen» und rief die Anstrengungen zur Verwirklichung in Erinnerung. Und ihr Fazit dürfte wohl allgemeine Anerkennung finden: «Stetten wird reicher mit ‹Hoch Zwei›.» (J. R., SN)

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